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Benno von
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Stand: 3/2010

Kleine Kutschenkunde

Die heute gebräuchlichen Wagen lassen sich in folgende Typen einteilen:
Phaeton, Dogcart, Gig, Jagdwagen, Break.

Pheaton
Pheaton

Eine Vielzahl von anderen Wagen haben andere Bezeichnungen, gehen aber im Grunde immer auf die bezeichneten Wagentypen zurück.

Wesentliche Kriterien für einen Wagen sind:
Stabilität, Leichtigkeit, Lenkbarkeit und Sicherheit.

Der Dogcart ist ein Wagen für einen Einspänner, der Phaeton für Zweispänner und der Break ist prädestiniert für Mehrspänner.

Bei sportlichen Prüfungen ist das Gewicht und die Breite des Wagens in den einzelnen Disziplinen vorgeschrieben. Diese sind nachzulesen in der LPO (Leitungsprüfungsordnung) der FN.

Marathonwagen
Marathonwagen

Alle Wagen haben jedoch eines gemeinsam: Der Fahrer sitzt erhöht auf der rechten Seite des Wagens, steht fast im Bock (Sitz des Fahrers). Durch diese Position kann der Fahrer die Pferde gut beobachten. Zum Schutz gegen hochspritzenden Schmutz befindet sich vor den Beinen des Fahrers das Spritzbrett.

Die Beschaffenheit der Wagenräder beeinflusst die Ausnutzung der Zugkraft in hohem Maße. Je größer das Rad ist, desto leichter rollt das Gefährt. Eine breite Spurbreite erhöht die Sicherheit des Wagens.

Der Wagenkasten kann offen oder verdeckt sein, für den Transport von Personen oder Gegenständen, je nach Wagentyp. Er ist in der Regel durch

Wagonette
Wagonette

Federn mit den Achsen und damit mit den Rädern verbunden. Die vordere Verbindung des Wagens zur Achse wird durch den Drehkranz gebildet, der es ermöglicht, dass der Wagen zu wenden ist.

In fester Verbindung zur Vorderachse, den Federn am vorderen Wagenkasten und zum Drehkranz steht die „Brake“, auch Sprengwaage genannt, an der die Anspannung der Pferde erfolgt.

Die Anspannung kann in drei Arten erfolgen: Mit Ortscheiten an der festen Brake (Sport, Freizeit) mit feststehenden Docken auf der Brake (nur Kumt) oder mit Spielwaage (Landwirtschaft).

Zum einspännigen Fahren benötigt der Wagen eine Schere, das sind zwei leicht gebogene und an der Brake am Vorderteil des Wagens angebrachte Stangen, zwischen denen das Pferd geht. Im vorderen Drittel der Schere befinden sich die Befestigungsmöglichkeiten für das Geschirr.

Die Deichsel wird zum zwei- oder mehrspännigem Fahren verwendet. Sie dient zum Lenken des Fahrzeugs, zum Aufhalten (Bremsen) und ggf. zur Befestigung zum Vorspannen weiterer Pferde. Sie ist am Drehkranz des Wagens befestigt und wird von den Hälsen der Pferde getragen.

Zum pferdeschonenden Fahren gehört unbedingt eine Bremse.

Wie alle im öffentlichen Straßenverkehr teilnehmenden Fahrzeuge, muss auch das pferdebespannte Fahrzeug eine ständig betriebsbereite Beleuchtung haben, nach vorne weiß, nach hinten rot. Sie muss gut sichtbar angebracht sein.

Ungarischer Jagdwagen
Ungarischer Jagdwagen
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